Streptokokken – Symptome, Ursachen und Behandlung

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Streptokokken ArztStreptokokken sind Bakterien. Sie zählen zur ganz normalen Bakterienflora des Menschen. Angesiedelt sind sie vornehmlich in den Bereichen des Mund- und Rachenraums, des Darms sowie in der Vagina.

Die kugelförmigen Bakterien verfügen über die Eigenschaft, auch ohne Sauerstoff wachsen zu können. Ihre Lebensenergie gewinnen sie durch Gärung. Ist eine Streptokokken-Infektion eingetreten, kann dies zahlreiche zum Teil ernst zu nehmende Erkrankungen zur Folge haben.

Streptokokken Symptome

Abhängig von der befallenen Körperregion kann die Symptomatik der Streptokokken-Infektion variieren. In der Regel lässt diese sich an auftretenden

  • eitrigen Sekretabsonderungen
  • erheblichen Schmerzen
  • Fieber
  • Schwellungen

erkennen.

Eine Infektion mit Streptokokken sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es können sich äußerst ernsthafte Erkrankungen hieraus entwickeln. Ein medizinischer Notfall besteht beispielsweise bei einer Hirnhautentzündung. Liegt der Verdacht auf eine Streptokokken-Infektion vor, empfiehlt es sich, umgehend einen Arzt zu konsultieren. Zu den Warnsymptomen zählen neben hohem Fieber ein enormes Schwächeempfinden sowie Schüttelfrost.

Sehr häufig sind Kinder, aber auch Erwachsene von Streptokokken-Infektionen betroffen. Wird eine Infektion zu spät oder gar nicht erkannt, kann eine Sepsis folgen. Hierbei gelangen Streptokokken in hohem Ausmaß in den Blutkreislauf. Daraus resultiert binnen kürzester Zeit ein oftmals tödlich endender infektiös-toxischer Schock. Hiervon sind ganz besonders Patienten betroffen, die an

  • Diabetes
  • einer geschwächten Immunabwehr
  • Herzerkrankungen

leiden.

Weitere Informationen zu den Symptomen finden Sie hier.

Streptokokken richtig behandeln

Zur richtigen Behandlung von Streptokokken kommen vielfach Antibiotika zum Einsatz. Dabei müssen die Antibiotika stets so eingenommen werden, wie der Arzt sie verordnet. Ein vorzeitiger Therapieabbruch kann fatale Folgen haben.

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Im Allgemeinen werden Antibiotika bei nachgewiesenen Streptokokken über einen Zeitraum von zehn Tagen eingenommen. Oftmals wird Penicillin oder auch Amoxicillin verordnet. Liegt eine bekannte Allergie gegen diese Antibiotika vor, kann der Arzt ein anderes Antibiotikum verschreiben.

Auf jeden Fall sollte Antibiotika so lange eingenommen werden, bis die Packung aufgebraucht ist. Auch dann, wenn es Ihnen nach einer kurzen Zeit wieder besser geht. Bei zu frühzeitigem Abbruch der Behandlung sind erneute Infektionen, wahrscheinlich sogar noch schwerer, nicht ausgeschlossen. Anfängliche Antibiotika töten für gewöhnlich zunächst die schwachen Bakterien ab. Starke Bakterien können überleben, wenn die Packung nicht bis zum Ende aufgebraucht wird. Auch sollte keine Dosis ausgelassen werden, um eine sichere Wirkung zu erzielen.

Während der Einnahme von Antibiotika ist auf den Genuss von Alkohol zu verzichten. Dieser kann Nebenwirkungen verstärken. Neben einem Benommenheitsgefühl oder auftretender Schläfrigkeit können auch Magenprobleme die Folge sein.

Essentiell ist es, Antibiotika stets nach Anweisung einzunehmen. Treten während der Einnahme allergische Reaktionen, wie zum Beispiel

  • Atembeschwerden
  • Hautausschlag
  • Schluckbeschwerden
  • Schwellungen im Bereich des Mundes

auf, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen. Bei starken Atemproblemen empfiehlt es sich, die 112 anzurufen. Denn hier droht Lebensgefahr.

Streptokokken Haut

Die menschliche Haut gilt als Schutzschild. Sie wird besiedelt von zahlreichen Pilzen und Bakterien. Diese gehören zur natürlichen Hautflora. Bei Hautverletzungen oder einem angegriffenen Immunsystem können diese Pilze und Bakterien jedoch unsere Haut angreifen. Dringen sie in die tiefer gelegenen Hautschichten ein, sind sie Ursache von Infektionen.

Allerdings sind nicht ausschließlich unsere eigenen Bakterien für Hautinfektionen verantwortlich. Auch für den Menschen weniger nützliche Krankheitserreger, wie

  • Bakterien
  • Parasiten
  • Pilze
  • Viren

können Ursache für unterschiedliche Krankheiten sein. Abhängig vom Keim reagiert unsere Haut mit einem Ausschlag, Bläschenbildung oder Hautrötungen.

Am Hals

Streptokokken verursachen am Hals nicht selten Beschwerden beim Schlucken und Halsschmerzen. Eine Streptokokken Angina ist eine bei Kindern wie auch bei Erwachsenen auftretende bakterielle Entzündung des Rachens und der Mandeln. Sie wird überwiegend von Fieber begleitet.

Erkennbar ist eine Streptokokken-Angina an enorm angeschwollenen Halslymphknoten sowie einer Rachenentzündung, die zu Schluckbeschwerden führt. Dabei werden die Streptokokken durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Inkubationszeit ist dabei relativ kurz gehalten und beträgt im Allgemeinen zwischen einem Tag bis 38 Stunden.

An der Scheide

Sexuell aktive Frauen finden oftmals an der Scheide Keime vor, die normalerweise dort kaum zu finden sein sollten. Neben dem Darmkeim Escherichia coli finden sich hier auch Streptokokken. Ist der Selbstreinigungsmechanismus der Scheide funktionstüchtig und die Flora der Vagina intakt, müssen nicht zwangsläufig Probleme durch diese Keime hervorgerufen werden.

Sofern allerdings Störungen im Scheidenmilieu vorliegen, können sich Streptokokken vermehren und ausbreiten. Eine Infektion mit Streptokokken an der Scheide lässt sich unter anderem an

  • auftretende Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs
  • vermehrt gelblich gefärbtem Ausfluss

erkennen. Sind weitere Erreger an der Infektion beteiligt, kann der Ausfluss einen üblen Geruch annehmen.

Zur Behandlung von Streptokokken an der Scheide verordnet der Arzt bei ausgeprägten Symptomen ebenfalls Antibiotika. Meistens ist es jedoch ausreichend, zu einer Stärkung der körpereigenen Abwehr beizutragen. Dadurch lässt sich der Selbstreinigungsmechanismus der Scheide anregen.

Im Rachen

Kinder unter 36 Monaten sowie Erwachsene infizieren sich größtenteils mit Viren. Dahingegen beruhen Rachenentzündungen im Vorschulalter meist auf Infektionen durch Streptokokken. Streptokokken-Infektionen im Rachen bedürfen einer Therapie mittels Antibiotika.

Ungefähr vier Tage nach einer Tröpfcheninfektion machen sich akute Kopf- und Halsschmerzen bemerkbar. Hinzu gesellen sich Beschwerden beim Schlucken und hohes Fieber. Husten oder Schnupfen zählen nicht zum Krankheitsbild. Während der ärztlichen Untersuchung fallt der gerötete Rachen ins Gewicht. Auch sind die Gaumenmandeln vergrößert und weißlich belegt. Außerdem schwellen die Lymphknoten im Bereich der Kieferwinkel an, was mit Schmerzen verbunden ist. Kinder reagieren oft mit Bauchweh und Erbrechen. Mit einem Abklingen der Beschwerden ist innerhalb von sieben Tagen zu rechnen.

Mandeln

Eine Entzündung der Mandeln wird per Tröpfcheninfektion übertragen. Normalerweise kommen als Erreger einer Mandelentzündung Viren in Betracht. Bei einer vorliegenden bakteriellen Mandelentzündung hingegen zeichnen sich jedoch Streptokokken aus der A-Gruppe hierfür verantwortlich. Die zum Immunsystem des menschlichen Organismus zählenden Gaumenmandeln sind hierbei entzündet.

Eine akute Mandelentzündung kann gleichzeitig symptomatisch zu einer weiteren Erkrankung auftreten. Dies ist beispielsweise bei einer Streptokokken Angina oder Scharlach der Fall. Eine Angina, die auf Streptokokken beruht, wird mit Antibiotika behandelt. Damit können sich chronische Nierenentzündungen oder rheumatisches Fieber vermeiden lassen. Meistens verordnen Ärzte Cephalosporine und Penicillin. Liegt eine Allergie gegen Penicillin vor oder zeigt sich keine positive Wirkung, kann auch ein anderes Antibiotikum zur Behandlung seinen Einsatz finden.

Sind Streptokokken ansteckend?

Streptokokken ansteckendStreptokokken sind ansteckend. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass von einer Infektion Betroffene sich zu Hause auskurieren. Somit kann ein weiteres Verbreiten der Infektion vermieden werden. Ist mit der Therapie begonnen worden, mindert sich das Risiko einer Ansteckung meist sehr schnell. Einzig Patienten, die kein Antibiotikum zur Behandlung einnehmen, bleiben über mehrere Wochen ansteckend.

Im Großen und Ganzen ist die Erkrankungen nach etwa zehn Tagen ausgestanden. Werden Patienten mit Streptokokken nicht genügend antibiotisch behandelt oder brechen die Therapie vorzeitig ab, kann dies schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. So können verschiedene Autoimmunerkrankungen wie auch das akute rheumatische Fieber auftreten. Schon aus diesem Grunde ist es dringend empfehlenswert, umgehend mit einer antibiotischen Therapie zu beginnen und diese bis zur kompletten Ausheilung durchzuführen.

Streptokokken Test

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Gerade für schwangere Frauen ist ein Streptokokken Test unabdingbar. Bei den Streptokokken der B-Gruppe handelt es sich im Allgemeinen um Erreger, die eine Vielzahl von Menschen in sich tragen – ohne jedoch davon zu wissen. Diese verursachen in der Regel keinerlei Symptome. Für die werdende Mutter haben die Erreger allgemein keine negativen Auswirkungen. Allerdings kann sich das Baby bereits vor oder noch während des Geburtsvorganges damit infizieren. Es macht sich anschließend eine sofortige Behandlung mit Antibiotika erforderlich.

Damit dies erst gar nicht soweit kommt, empfehlen Hebammen sowie Frauenärzte, bereits unmittelbar vor der Geburt einen Streptokokken Test durchzuführen. Während diesem erfolgt jeweils ein analer wie auch vaginaler Abstrich. Dabei lassen sich die Bakterien nur bei einer mikroskopischen Untersuchung erkennen.

Der Streptokokken Test ist für die Mutter wie auch für das Baby völlig ungefährlich. Bei einem Nachweis von B-Streptokokken erhält die werdende Mutter ungefähr vier Stunden vor der Geburt eine Infusion mit Antibiotika. Diese Infusion hilft der Mutter bei der Bekämpfung der Infektion. Damit kann verhindert werden, dass der Säugling sich mit den Streptokokken ansteckt. Ferner besteht die Möglichkeit zu verhindern, dass das Neugeborene unmittelbar mit einer Infusion in Berührung kommt.

Sofern der Verdacht auf eine Infektion mit Streptokokken besteht, macht ein Streptokokken Test durchaus Sinn. Denn das Immunsystem eines Neugeborenen ist noch äußerst schwach ausgebildet und könnte eine Streptokokken Infektion ohne Schaden zu nehmen kaum überstehen. Der Krankheitsverlauf kann sehr schnell voranschreiten und schlimmstenfalls sogar tödlich für den Säugling enden.

Gesetzliche Krankenkasse bezahlen einen Streptokokken Test in den meisten Fällen ausschließlich dann, sofern ein Verdacht auf eine Infektion mit Streptokokken vorliegt. Möchten Sie als Schwangere dennoch sichergehen, hiervon nicht betroffen zu sein, müssen Sie die Kosten entsprechend selbst tragen. In diesem Fall ist von einer sogenannten IGeL-Leistung die Rede. Zwischenzeitlich haben jedoch zahlreiche Krankenkassen den Streptokokken Test als Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft in ihren Leistungskatalog integriert. Es lohnt sich also, vor Inanspruchnahme des Tests bei der jeweiligen Krankenkasse nachzufragen.

Sichere Diagnostik mithilfe eines Scharlach-Tests

Ein Scharlach Test eignet sich hervorragend zum Nachweis einer Streptokokken Infektion im Bereich des Rachens. Dabei lässt sich der Test sicher und einfach von jedem durchführen.

Scharlach gilt im allgemeinen als Kinderkrankheit. Jedoch können sich auch Erwachsene mit dieser Krankheit infizieren. Dies geschieht auch ohne unmittelbaren Kontakt zu Kindern. Eine überstandene Scharlach-Erkrankung ist nicht gleichzusetzen mit einem Schutz vor einer erneuten Infektion.

Da es unterschiedliche Streptokokken-Gruppen als Auslöser von Scharlach gibt, sind hierbei äußere Symptome für eine Diagnostik nicht ausreichend. Ein Streptokokken Scharlach-Test bringt Gewissheit. Binnen weniger Minuten liegt das Resultat vor. Bei einem Negativ-Ergebnis des Streptokokken Tests kann immer noch eine Scharlach Infektion erfolgen.

Begründet liegt dies vornehmlich in der nicht genauen Funktionsweise eines Scharlach-Tests. Deshalb werden Kulturen angelegt. Das Material hierfür gewinnt der Arzt aus dem Rachenabstrich.

Der Streptokokken Schnelltest

Beim Streptokokken Schnelltest handelt es sich um einen immunologischen Ein-Schritt-Membrantest. Damit lassen sich Strep-A Antigene aus Rachen Abstrichproben nachweisen. Wurde mithilfe des Schnelltests ein Nachweis des Erregers erbracht, kann eine Behandlung mittels Antibiotika schnellstmöglich eingeleitet werden. Dies ist besonders wichtig, wenn es sich bei der Infektion unter anderem um eine solche des Mittelohres oder eine Mandelentzündung handelt.

Vorteile eines Streptokokken Schnelltests

  • hohe diagnostische Sensitivität von 94,4 %
  • Spezifität: 97,3 %
  • komfortabel in der Anwendung
  • Probenmaterial anhand von Rachenabstrich-Proben
  • Qualitativ hochwertiger Nachweis von Strep-A Antigenen
  • hohe Zuverlässigkeit
  • Testergebnis liegt bereits innerhalb fünf Minuten vor

Bei Personen, die sich mit Streptokokken vom Typ A infiziert haben, lassen sich sehr oft Symptome wie Fieber, Beschwerden beim Schlucken und Hautausschläge beobachten. Erhalten diese Patienten frühzeitig ihre Diagnose und eine rechtzeitige Verordnung in Form von Antibiotika, wie beispielsweise Penicillin beim Nachweis von Streptococcus pyogenes, so lassen sich schwerwiegende Verläufe von Infektionskrankheiten vermeiden. Dazu zählen unter anderem

  • Scharlach
  • eitrige Mandelentzündungen
  • Entzündungen des Rachens
  • Pharyngitis
  • Seitenstrang-Angina
  • Otitis media.

Dank des Streptokokken Schnelltests liegt eine schnelle und sichere Methode zur Erkennung und Kontrolle des Streptokokken A-Antigens vor.

Anwendung

Abstrich nehmenDabei können Sie den Streptokokken Schnelltest folgendermaßen durchführen: Entnehmen Sie zuerst eine Probe aus Ihrem Rachen. Den Abstrichtupfer geben Sie anschließend zu den Reagenzien. Nun wird der Tupfer erneut ausgedrückt, um diesen wieder vollsaugen zu lassen. Lassen Sie die Proben für einen Zeitraum von rund einer Viertelstunde bei Zimmertemperatur ruhen. Anschließend drücken Sie den Tupfer letztmalig aus und entsorgen diesen. Tauchen Sie nun den Teststreifen in das Extraktionsröhrchen und belassen Sie es für fünf Minuten dort. Nach den fünf Minuten können Sie das Resultat ablesen. Liegt eine Streptokokken Infektion vor, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Streptokokken in der Schwangerschaft

Zwar gehören Streptokokken zu einer großen Anzahl von Bakterien, die sich im menschlichen Organismus ansiedeln, ohne hier für gesundheitliche Probleme zu sorgen. Allerdings können diese gerade in der Schwangerschaft ernste Probleme hervorrufen. Ungefähr jede dritte Frau trägt Streptokokken des B-Typs in sich. Diese finden sich vermehrt im Bereich der Vagina wieder.

Liegen bestimmte Voraussetzungen vor, können diese Streptokokken während der Geburt beim Neugeborenen schwere Infektionen hervorrufen. Aber auch die werdende Mutter kann hiervon betroffen sein, wenngleich dies eher selten der Fall ist. Medizinische Studien haben erwiesen, dass dies etwa bei einer von rund 2000 Geburten möglich ist.

Das Baby kann von B-Streptokokken infiziert sein, wenn

  • der Geburtsvorgang länger als 18 Stunden anhält
  • während der Wehen Fieber auftritt
  • ein durchgeführter Streptokokken Test positiv ausfiel
  • Frühwehen bereits vor der 37. Schwangerschaftswoche einsetzten.

Was ist zu tun, sofern Streptokokken festgestellt wurden?

Wenn B-Streptokokken den Körper des Menschen besiedeln, hat dies erst einmal auf die Schwangerschaft und ihren Verlauf keinen Einfluss. Auch die Entwicklung des Babys bleibt zunächst unbeeinträchtigt hiervon. Allerdings während oder auch nach der Geburt können Streptokokken beim Neugeborenen wie auch bei der Mutter Komplikationen hervorrufen. Zur Vermeidung derselben nehmen Ärzte bei Patientinnen, deren Tests positiv ausgefallen sind, mit dem Geburtsbeginn eine Antibiotika-Behandlung vor.

Dabei wird das Antibiotikum in Fällen, in denen die Fruchtblase platzt oder spätestens dann, wenn die Wehen begonnen haben, in regelmäßigen Abständen in die Armvene der werdenden Mutter verabreicht. Mit der Zufuhr des Antibiotikums wird aufgehört, sobald das Baby geboren wurde.

Zur Sicherung der Therapie mit Antibiotika während der Geburt macht es Sinn, vorab mit dem Frauenarzt oder der Hebamme einen Geburtsplan zu erstellen. In diesem sollte die Streptokokken Infektion vermerkt sein. Denn gerade bei den vielen Aufregungen während des Geburtsvorganges sowie den auftretenden Schmerzen, bedingt durch die Wehen, wird ein positiver Streptokokken Test zumeist schnell vergessen zu erwähnen.

Weitere Informationen zu Streptokokken in der Schwangerschaft finden Sie hier.

Streptokokken Übertragung

B-Streptokokken lassen sich hauptsächlich auf den Schleimhäuten des Darms sowie im denen im Bereich der Genitalien finden. Experten gehen davon aus, dass diese Streptokokken über Geschlechtsverkehr übertragbar sind. Für diese Vermutung gibt es bislang jedoch noch keinerlei eindeutige Nachweise.

Übertragen wird die Streptokokken Pharyngitis – kurz GBS – in den meisten Fällen durch Tröpfcheninfektion. Aber auch ein direkter Mensch zu Mensch-Kontakt kann hierfür verantwortlich sein. Eher seltener kommen kontaminiertes Wasser und Nahrungsmittel dafür in Frage. Eitrige Hautinfektionen durch eine Infektion mit Streptokokken entstehen in der Regel durch eine Schmier- oder Kontaktinfektion. Unabhängig vom Alter der betroffenen Personen begünstigt ein enges Zusammenleben die Verbreitung des Erregers. Dies ist beispielsweise in Heimen, Ferienlagern, Schulen oder auch Kasernen der Fall.

Streptokokken sind eine Großfamilie, zu der hunderte Mitglieder zählen. Diese führen zum Teil sehr geheimnisvolle Eigennamen. Einige davon sind

  • Streptococcus equisimilis
  • Streptococcus pneumoniae
  • Streptococcus sanguis.

Allein der Stamm der Streptococcus pneumoniae untergliedert sich bereits in 80 unterschiedliche Subtypen. Dieser wird auch kurz unter der Bezeichnung Pneumokokkus zusammengefasst.

Seitens der Mikrobiologen werden Streptokokken nach unterschiedlichen Eigenschaften klassifiziert. So befinden sich mache Streptokokken im Besitz von Substanzen – Hämolysinen. Mit denen können sie Erythrozyten zerstören. Experten bezeichnen diesen Vorgang auch als Hämolyse. Werden Streptokokken auf Nährböden mit einem sehr hohen Blutgehalt gezüchtet, lässt sich ein unterschiedliches Verhalten der Hämolyse beobachten.

So kommt der α-Hämolyse die Bedeutung zu, dass sich Bakterienkolonien von einer grünen Zone umgeben. Demzufolge erfolgt keine komplette Vernichtung der Erythrozyten. Dahingegen bedeutet β-Hämolyse, dass sich die Kolonien von einem klaren bis teilweise leicht gelblich gefärbten Hof umgeben. Dies weist auf die komplette Zerstörung aller Erythrozyten hin. Bei einer vorliegenden γ-Hämolyse hat gar keine Hämolyse stattgefunden.

β-hämolysierende Streptokokken in ihrer Funktion als Krankheitserreger

In der Medizin sind die Gruppen B und A der β-hämolysierenden Streptokokken von maßgeblicher Bedeutung. Denn diese zeichnen sich als Auslöser für eine hohe Anzahl verschiedener Krankheiten verantwortlich.

Demzufolge sind Streptokokken der Gruppe A als typische Erreger mit Eiterbildung bekannt. Diese gehören zu den am häufigsten auftretenden Krankheitserregern bakteriellen Ursprungs im Kindesalter. Dabei können diese Bakterien ein umfangreiches Spektrum an Erkrankungen herbeiführen. Zu diesen zählen unter anderem

  • Entzündungen im Bereich der Schleimhaut des Rachens – Pharyngitis
  • Angina tonsillaris
  • eitrige Entzündungen der Haut – Phlegmone und Erysipel.

Ferner gesellen sich aber auch ernsthaft das Leben bedrohende Erkrankungen, wie zum Beispiel Scharlach oder auch lebensbedrohliche Blutvergiftungen, hinzu.

Haben Sie eine Infektion mit den Bakterien der A-Gruppe überstanden, besteht immer noch die Möglichkeit, dass die Bakterien nachkarten. Dann können diese unweigerlich zu schweren Erkrankungen der Nieren und rheumatischem Fieber führen.

Auch die Streptokokken der Gruppe B – Streptococcus agalactiae – sind als Auslöser von Blutvergiftungen und eitrigen Entzündungen beim Menschen bekannt. Ganz besonders gefürchtet sind derartige Streptokokken Infektionen, sofern Sie während der Geburt auf das Baby übertragen werden. In einem solchen Fall können eine Meningitis sowie eine Sepsis eine Bedrohung für das Leben des Neugeborenen die Folge sein.

Streptokokken bei Babys

B-Streptokokken finden sich für gewöhnlich bei Tieren. Aber auch bei Menschen siedeln sie sich an. Zum überwiegenden Teil befinden sie sich im Magen-Darm- sowie Urogenitaltrakt. Gegensätzlich zu Streptokokken des A-Typs sind B-Streptokokken mit einer speziellen Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen ausgestattet.

Insbesondere die β-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe B können für Babys im Verlaufe der Geburt ein hohes Risiko sein. Denn immerhin rund 40 Prozent der schwangeren Frauen tragen B Streptokokken in sich. Mit diesen können sie ihr Neugeborenes im Zuge der vaginalen Entbindung mit Streptokokken infizieren. Dies geschieht allerdings nicht nur durch die werdende Mutter selbst. Es kann auch durch die Hände der Hebamme passieren.

Zwar bleibt dieser Vorgang in zahlreichen Fällen für das Baby ohne nennenswerte Folgen, kann jedoch eine Meningitis, Pneumonie oder Sepsis nach sich ziehen. Mit dem Erscheinen jener Erkrankungen kann bereits innerhalb der ersten Tage unmittelbar nach der erfolgten Geburt gerechnet werden. Allerdings sind Experten auch Fälle von Erkrankungen bekannt, die erst nach mehreren Monaten auftraten.

Zu den Risikofaktoren für derart dramatische Erkrankungen, die sich auf die weitere Entwicklung der betroffenen Neugeborenen auswirken, können beispielsweise eine Frühgeburt wie auch ein vorzeitiger Blasensprung gehören. Jedoch können unter bestimmten Voraussetzungen derartige Fälle verhindert werden. Und zwar immer dann, wenn die Schwangere sich einen Abstrich im Damm- und Vaginalbereich abnehmen lässt sowie diesen auf das Vorhandensein von Streptokokken untersuchen lässt.

Fällt die Untersuchung positiv aus, kann die werdende Mutter unmittelbar vor der Entbindung durch die Einnahme eines Antibiotikums schwerwiegende Erkrankungen des Babys verhindern. Durch Antibiotika kommt es zur Vernichtung der Streptokokken.

Allerdings können Streptokokken aus der B-Gruppe nicht nur für das Baby Gefahren bergen. Auch erwachsene Personen können an

  • eitrigen Erkrankungen der Haut
  • Knochenentzündungen
  • Meningitis
  • Mittelohrentzündungen
  • Pneumonie

erkranken.

Das Leben des Babys – gefährdende Neugeborenensepsis

Hat sich das Baby mit Streptokokken infiziert, droht im schlimmsten Fall eine lebensbedrohliche Blutvergiftung. Vorsorglich kann die werdende Mutter während des Geburtsvorganges eine Antibiotika-Therapie durchführen lassen. Auch ein schnelles Eingreifen während des Auftretens erster Krankheitssymptome kann einer Blutvergiftung beim Baby effektiv vorbeugen.

B-Streptokokken spielen in der Geburtsmedizin eine entscheidende Rolle. Zu finden sind diese bei etwa 10 bis 30 % aller werdenden Mütter, überwiegend

  • in der Vagina
  • im Darm
  • in der Harnröhre.

Das Immunsystem ist bei gesunden Erwachsenen jedoch sehr gut in der Lage, diesen Bakterien Herr zu werden. Aus diesem Grunde haben erwachsene Betroffene kaum Beschwerden. Ist eine Frau jedoch schwanger, können diese unter Umständen einen Harnwegsinfekt zur Folge haben. Entgegen des eher harmlosen Verlaufs bei erwachsenen Menschen kann eine Streptokokken Infektion beim Baby dramatischere Folgen haben.

Sofern der Genitalbereich der werdenden Mutter mit Streptokokken besiedelt ist, haben die Erreger es leicht, den Weg zur Gebärmutter zu finden. Glücklicherweise ist das noch Ungeborene in der Fruchtblase der Mutter gut geschützt. Erst bei der Geburt bei platzender Fruchtblase und sobald das Neugeborene durch den Geburtskanal den Leib der Mutter verlässt, kommt es unmittelbar in Berührung mit den Bakterien.

Berührung ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Infektion. Diese bricht bei circa fünf von 1000 Geburten aus. Ein extrem hohes Ansteckungsrisiko besteht für Frühgeburten. Auch ein Neugeborenes, das mit einem äußerst geringen Gewicht zur Welt kommt, ist gefährdet. Infiziert sich das Baby mit Streptokokken, kann dies zu einer Neugeborenensepsis – der das Leben des Kindes bedrohenden Blutvergiftung – führen.

Zu den Risikofaktoren für eine Infizierung durch Streptokokken mit anschließender Neugeborenensepsis gehören

  • auftretendes Fieber der Mutter über 38 °C während der Geburt
  • bereits erfolgte Geburt eines mit Streptokokken infizierten Babys
  • erfolgtes positives Screening bei der Schwangeren in der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche
  • Frühgeburt vor der 37. Schwangerschaftswoche
  • frühzeitiger Blasensprung – länger als 18 Stunden vor dem Geburtsvorgang
  • Harnwegsinfekte, ausgelöst durch Streptokokken in der Schwangerschaft

Unterschieden wird zwischen der Früh- und der Spätform einer Neugeborenensepsis.

Von einer Frühform ist immer dann die Rede, wenn es sich um eine angeborene Neugeborenensepsis handelt. Dabei kommt es meistens noch vor der Geburt oder währenddessen zur Infektion. Als Symptome der Frühform zeigen binnen der ersten 24 bis 72 Stunden nach der Geburt

  • Blässe
  • Hautekzeme
  • Schwäche
  • sich verschlechternder Allgemeinzustand
  • Störungen der Atmung

Nicht selten tritt eine Lungenentzündung auf.

Währenddessen lassen die Symptome bei der Spätform etwas länger auf sich warten. Diese treten in der Regel erst nach sieben Tagen bis zu drei Monaten nach der Geburt ein. Erkennbar sind sie an

  • auftretende Unruhe
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Fieber
  • Trinkunlust.

Befindet sich die Neugeborenensepsis im fortgeschrittenen Stadium, können Symptome wie

  • gespannte Fontanelle
  • krampfartige Anfälle
  • sehr hohes Fieber

in Erscheinung treten. Sehr oft nimmt die Spätform einer Sepsis den Verlauf in Form einer Hirnhautentzündung.

Charakteristisch für eine Neugeborenensepsis – unabhängig davon, ob es sich um eine Früh- oder Spätform handelt – ist der relativ schnelle Verlauf der Krankheit. Das zunächst gesund erscheinende Baby wird plötzlich todkrank. Und dies innerhalb sehr weniger Stunden. Aus diesem Grunde ist es von maßgeblicher Bedeutung, dass bei einer festgestellten Neugeborenensepsis umgehend mit einer medizinischen Therapie begonnen wird.

Streptokokken bei Kleinkindern

Kleinkind StreptokokkenUnsicherheit herrscht bei einer Vielzahl von Ärzten wie auch Eltern, wenn es um die Begriffe Angina, Streptokokken Infektion und Scharlach geht. Scharlach ist eine Streptokokken Infektion, die mit Hautausschlag einhergeht. Dabei handelt es sich um eine eitrige Halsentzündung, die auch unter der Bezeichnung Angina bekannt ist. Ausgelöst wird eine Angina nahezu ausschließlich durch eine Infektion mit Streptokokken.

Nachgewiesen werden können die Streptokokken durch einen Rachenabstrich. Dieser lässt sich in der Praxis leicht durchführen. Letztlich zeigt dieser, dass nur rund ein Fünftel sämtlicher Verdachtsfälle positiv ausfällt. Alle anderen Kleinkinder, die über Halsweh klagen und eine Rötung im Bereich des Rachens vorweisen, sind zumeist von einer Infektion – beruhend auf einer der beinahe unendlich anmutenden Erkältungsviren – betroffen. In einem solchen Fall ist eine Therapie mit Penicillin nicht angebracht. Denn die Erkrankung kann oftmals immer völlig komplikationslos überstanden werden. Dabei liegt die Dauer von vorhandenem Fieber zwischen zwei bis drei Tagen.

Ansteckungsgefahr mit Streptokokken bei Kleinkindern

Wie beim Erwachsenen auch stecken sich Kleinkinder über die bekannte Tröpfcheninfektion an. Diese ist bedingt durch einen sehr engen Kontakt mit anderen Keimträgern in unmittelbarer Umgebung des Kleinkindes. Dazu können neben der eigenen Familie auch

  • Krabbelstube
  • Kindergarten
  • Schule

zählen. Bis Ihr Kleinkind selbst erkrankt, vergehen in der Regel ein bis drei Tage. Dann lassen sich beim Kind Symptome wie hohes Fieber, Beschwerden beim Schlucken und auftretende Kopfschmerzen beobachten.

Gesellt sich zu diesen Symptomen zusätzlich ein roter, feinfleckiger Hautausschlag hinzu, der zudem im Bereich der Leiste beginnt, ist von Scharlach die Rede. Jedoch weisen nicht alle Erkrankungen einen typischen Verlauf auf. Gelegentlich kommen auch Röteln in Betracht.

Wie lassen sich Streptokokken Infektionen beim Kleinkind behandeln?

Kleinkinder, die sich mit Streptokokken infiziert haben, erhalten eine Behandlung mit äußerst zuverlässig wirkendem Penicillin. Einzig mit Problemen in Bezug einer gehäuften Neuansteckung bei Kleinkindern ist zu rechnen, wenn diese nach Abschluss einer Behandlung mit Antibiotika erneut den Kindergarten aufsuchen.

Bislang ist noch keine Impfmöglichkeit bekannt. Erkrankten Kindern kann eine einmalige Injektion der Tardocillinâ – Humpel-Spritze – empfohlen werden. Damit ist eine umgehende Heilung sowie ein bis zu vierwöchiger Schutz einer Wiederansteckung gewährleistet. Schon kurze Zeit später, zumeist nach drei Tagen, kann das Kind wieder den Kindergarten oder die Schule aufsuchen.

Erfolgt keine rechtzeitige Therapie, können zusätzliche Krankheiten binnen zwei bis vier Wochen auftreten. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um sogenannte Autoimmunkrankheiten. Betroffen sein können die Gelenke, die Innenhaut des Herzens sowie die Nieren. Als Ursache kommt eine Entgleisung des Immunsystems in Frage, welches sich fälschlicherweise gegen die eigenen Körperzellen richtet. Um dem entgegen zu wirken, empfiehlt sich eine umfassende Nachuntersuchung.

Was Sie selbst bei einer Infektion mit Streptokokken tun können


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Sie können selbst etwas tun, wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind eine Streptokokken Infektion festgestellt worden ist.

Zunächst einmal sollten Sie sich rein körperlich schonen. Liegt Fieber vor, empfiehlt es sich, Bettruhe einzuhalten. Auch viel Schlaf hat sich bei Infektionen als äußerst hilfreich erwiesen. Zur Fiebersenkung können ferner Maßnahmen wie kalte Wadenwickel sowie das Trinken von hohen Mengen Mineralwasser und warmem Tee beitragen.

Einreibungen mit ätherischen Ölen oder Franzbranntwein fördern die Durchblutung und eignen sich hervorragend als vorbeugende Maßnahme gegen Infektionen. Gurgeln und Mundspülungen mit warmem Salbei- oder Kamillentee oder auch Salzwasser sind genauso wirksam wie das Inhalieren von Kamillentee oder Präparaten aus Kamille (in Apotheken und Drogerien erhältlich). Salzwasser lässt sich einfach selbst herstellen, indem pro Glas Wasser ein viertel Teelöffel Salz Verwendung findet.

Insbesondere in der feuchtkalten Jahreszeit ist auf das Tragen angemessener Bekleidung zu achten. Damit lässt sich einer Streptokokken Infektion effektiv vorbeugen.

Sofern eine Hautinfektion vorliegt, sollte auf das Kratzen verzichtet werden. Insbesondere Kinder können dem starken Juckreiz oftmals nicht widerstehen. Deshalb ist es empfehlenswert, dem Kind die Fingernägel so kurz wie möglich zu schneiden, um weitere Infektion zu vermeiden. In der Nacht empfiehlt es sich, Kindern Baumwollhandschuhe überzuziehen.

Liegen Entzündungsreaktionen vor, können verschiedene Enzympräparate die Symptome einer Entzündung lindern und für eine schnellere Heilung sorgen. Hierfür eignen sich unter anderem Bromelain in Form von Granulat oder auch Tabletten.

Sind die Gliedmaßen von einer Wundrose betroffen, müssen die Bereiche stets hoch gelagert werden. Eine zusätzliche Kühlung ist empfehlenswert, um einem Lymphstau entgegen zu wirken. Durch das Kühlen wird eine abschwellende und lindernde Wirkung erzielt.

Wunden lassen sich mithilfe von Lösungen oder Salben desinfizieren. Ist eine Wunde jedoch verschmutzt, ist von einer Selbstreinigung abzusehen. In diesem Falle empfiehlt es sich, einen Arzt zu konsultieren.

Insofern Scharlach durch eine Streptokokken Infektion diagnostiziert wurde, ist unbedingt Bettruhe einzuhalten – selbst bei leichten Fällen.

Einen Arzt sollten Sie immer dann konsultieren, wenn zusätzlich zu den Symptomen hohes Fieber auftritt. Gleiches gilt für

  • auftretende Abgeschlagenheit
  • enorm geschwächtes Allgemeinbefinden
  • heftige Entzündungsreaktionen
  • Schüttelfrost

Treten Ohrenschmerzen auf und liegt der Verdacht auf eine Mittelohrentzündung nahe, ist umgehend die Konsultation eines Arztes erforderlich. Darüber hinaus sollten Sie auch dann einen Arzt aufsuchen, wenn die Schmerzen stärker werden oder sich weitere Beschwerden, wie zum Beispiel ein Aussondern von Sekret aus dem Ohr oder auch stetig steigendes Fieber hinzugesellen.

Lassen die Beschwerden im Verlaufe einer Behandlung nicht nach oder kommen weitere schwere Entzündungen im Bereich des äußeren Gehörganges dazu, sollte ebenfalls erneut ein Arzt konsultiert werden. Ganz besonders wichtig ist dies für Babys und Kinder.

Zu den weiteren Symptomen, die unbedingt von einem Arzt abzuklären sind, gehören:

  • eiternde Bläschen
  • 39,5 °C Fieber bei Erwachsenen
  • Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Hautausschlag, Ohrenschmerzen beim Kind
  • Fieber sowie Fieberkrämpfe bei Babys und Kleinkindern

Ein versteifter Nacken oder Kopfschmerzen können immer ein Hinweis auf eine mögliche Hirnhautentzündung sein und müssen zwingend von einem Arzt abgeklärt werden.

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