Was sind Petechien? Ursachen, Behandlung, Informationen

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Unter Petechien versteht man stecknadelkopfgroße Blutungen aus den Kapillaren – den feinsten Blutgefäßen in der Haut. Auch die Schleimhäute und inneren Organe können von Petechien betroffen sein. Leider erkennt man diese dort nur sehr schlecht.

In der Anfangsphase treten oft kleine Blutpunkte an den Knöcheln und Unterschenkeln auf. Im weiteren Verlauf können sie am ganzen Körper zu sehen sein.

Petechien bezeichnet eine Störung der Blutstillung, meistens durch eine verringerte Zahl oder eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit der Blutplättchen. Sie treten nicht einzeln, sondern in einer kleinen oder größeren Gruppe auf.

Petechien ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, dass im Rahmen verschiedener Krankheiten (wie z.B. Leukämie) auftreten kann.

Es ist wichtig, dass Sie bei Feststellung von Petechien einen Arzt aufsuchen, damit die genaue Krankheit bestimmt werden kann.

Wie entstehen Petechien?

Petechien entstehen, wenn die kleinsten Blutgefäße im Körper (Kapillaren) reißen oder wenn es zu Blutungen aus den Kapillaren kommt. Dadurch entstehen kleine, punktförmige Blutungen in der Haut. Diese Blutungen sind rötlich.

Typisch für Petechien ist, dass man sie mit dem Finger nicht wegdrücken kann. Sprich, die Rötung bleibt auch bei Druck auf der Haut erhalten.

Ursachen

Die Ursachen von Petechien sind unterschiedlichster Natur. So können Petechien bei

  • anstrengendem Sport
  • starkem Husten
  • Unfällen (z.B. Stürze)
  • Stress
  • Änderung der Ernährung

auftreten.

Dann sind sie ungefährlich und klingen in der Regel innerhalb von wenigen Tagen ab. Sie können aber auch auf verschiedene ernsthafte Krankheiten hindeuten.

Ebenfalls können Petechien eine Folge von Undichtigkeiten der Kapillargefäße sein, z.B. bei Entzündung der kleinen Blutgefäße (Vaskulitis), was auf Vitamin-Mangel hindeuten kann.

Im schlimmsten Fall ist der Auslöser Leukämie. Auch die Autoimmunerkrankung Vaskulitis kommt in Frage.

Kennzeichnend für Petechien sind kleine Blutflecken. Diese treten öfters bei kleinen Kindern auf, seltener hingegen bei erwachsenen Personen. Petechien sind jedoch keine Krankheit, sondern eher ein Symptom. Jenes weist auf eine Störung im Bereich der Blutgerinnung hin.

Petechien sind von der Größe her nicht größer als ein Stecknadelkopf. Erscheinen können sie an sämtlichen Stellen des menschlichen Körpers sowie an Schleimhäuten.

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By James Heilman, MD (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Bei einer Druckveränderung in Blutgefäßen können Petechien entstehen. Dies ist beispielsweise durch Erbrechen, Husten oder Sport möglich. In diesen Fällen sind Petechien nicht gefährlich und klingen binnen weniger Tage wieder ab. Allerdings können sie auch auf unterschiedliche ernsthafte Erkrankungen hinweisen.

Das Auftreten von Petechien kann durch verschiedene Erkrankungen hervorgerufen werden. In den meisten Fällen weisen diese punktförmigen Einblutungen auf eine Blutgerinnungsstörung hin. Als Auslöser kommen oftmals eine Funktionsstörung von Blutplättchen in Frage. Befinden sich im Organismus nicht mehr ausreichend Blutplättchen, ist ein Großteil der Blutstillung beeinträchtigt. Petechien können auftreten.

Schlimmstenfalls kommt als Ursache Leukämie in Betracht. Aber auch Vaskulitis – eine Autoimmunerkrankung – sowie Meningitis sind mögliche Ursachen für Petechien. Bei der Vaskulitis handelt es sich um eine Entzündung der Adern, wohingegen die Meningitis eine Hirnhautentzündung ist.

Darüber hinaus kommen als Ursachen genetische Erkrankungen sowie eine Überdosierung von Medikamenten gegen

  • Infektionskrankheiten
  • Durchblutungsstörungen
  • Vitaminmangel

in Frage.

Eine Funktionsstörung von Blutplättchen kann aber auch durch die Medikamenteneinnahme verursacht werden. Hierzu zählen unter anderem Clopidogrel und Acetylsalicylsäure, kurz ASS. Findet eine Überdosierung statt, können sich Petechien entwickeln.

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By James Heilman, MD (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Petechien im Zusammenhang mit Leukämie

Bei Leukämie handelt es sich um weißen Blutkrebs. Unterschiedlichen Formen von Leukämie liegt ein Mangel an Blutplättchen zugrunde. Hintergrund hierfür ist der Befall des Knochenmarks. Krebszellen vermehren sich in hoher Zahl, wobei sie ausschließlich weiße Blutkörperchen produzieren. Bei gesunden Menschen erfolgt im Knochenmark hingegen neben der Produktion von weißen Blutkörperchen auch die der roten Blutkörperchen.

Liegt Leukämie vor, verdrängen die Krebszellen die gesunden Zellen. Ein Mangel an Blutplättchen und roten Blutkörperchen ist die Folge. Mangelnde Blutplättchen sind auch unter der Bezeichnung Thrombozytopenie bekannt. Es zeigt sich gehäuft als Petechien.
Petechien lassen sich anhand ihrer punktförmigen Blutungen unterhalb der Schleimhäute und der Haut erkennen. Dabei sind sie stets als ein Symptom für eine Erkrankung zu sehen. Um eine eigenständige Krankheit handelt es sich bei Petechien nicht. Schlimmstenfalls treten Petechien jedoch im Zusammenhang mit Leukämie auf.

Petechien – bekanntestes Symptom für Leukämie

Ist mit dem Blut irgendetwas nicht in Ordnung, treten Petechien auf – so auch bei Leukämie. Dabei gelten sie in den meisten Fällen als Warnsignal für das Vorliegen von Störungen im Bereich der Blutgerinnung. Insbesondere bei Leukämie erscheinen diese kleinen Blutpunkte erstmalig an den Unterschenkeln wie den Knöcheln.

Personen, die Petechien an ihrem Körper feststellen, sollten unbedingt sofort einen Arzt konsultieren.

Welches sind die Symptome für Petechien bei Leukämie und wie lassen sie sich behandeln?

Als Ursache für die Entstehung von Petechien bei Leukämie sind im Allgemeinen die nicht mehr in ausreichendem Maße vorhandenen gesunden Blutzellen im menschlichen Organismus zu sehen. Die erkrankten Zellen nehmen stetig zu, es bilden sich weitere Petechien. Daraus resultiert eine zunehmende Beeinträchtigung der verschiedenen inneren Organe.

Weitere Anzeichen für Leukämie sind enorm davon abhängig, ob es sich bei der Erkrankung um eine chronische oder um eine akute Leukämie handelt.

Zu den typischen Symptomen einer akuten Leukämie zählen beispielsweise

  • auftretende Müdigkeit, Gesichtsblässe
  • von hohem Fieber begleitete Infektionen
  • Nasen- oder Zahnfleischbluten
  • oftmals bilden sich auch blaue Flecken oberhalb der Haut
  • Verletzungen bluten sehr lange
  • kaum noch Appetit -> Gewichtsreduktion
  • starke Knochenschmerzen
  • vergrößerte Lymphknoten an Hals, Achseln oder Leiste
  • Übelkeit, Erbrechen
  • innere Organe vergrößern sich stark, beispielsweise die Leber. Daraus resultierend folgt ein heftiges, schmerzhaftes Druckgefühl im oberen Bauchbereich
  • auftretende Störungen im zentralen Nervensystem: anfangs Schwindel und Kopfschmerzen, die sich bis auf Lähmungen oder Gefühlsstörungen ausbreiten

Sämtliche genannten Symptome sowie die Petechien erscheinen bei der akuten Leukämie plötzlich. Sie lassen sich am besten mit Vitamin K* oder Schüssler Salzen* behandeln. In einigen Fällen hat sich auch eine Kombination beider Mittel bewährt.

Petechien im Zusammenhang mit einer Meningitis

Bei der Meningitis sind die Hirnhäute entzündet. Ausgelöst wird die Erkrankung durch Viren oder Bakterien. Dabei geht die Meningitis im Allgemeinen mit

  • einem wesentlich eingeschränkten Allgemeinzustand
  • Fieber
  • Nackensteifigkeit

einher.

Im Grunde genommen gelten Petechien nicht als übliches Symptom einer einfachen Meningitis. Kommen jedoch für die Erkrankung Meningokokken als Ursache in Frage, so besteht die Möglichkeit des Ausschwemmens dieser Bakterien in die Blutbahn. Eine Blutvergiftung ist die Folge.

In der Fachsprache ist dann von einer Meningokokken Sepsis die Rede. Diese Blutvergiftung kann mit großen Petechien einhergehen. Da es sich hierbei um eine schwere, das Leben akut bedrohliche Erkrankung handelt, muss eine umgehende intensivmedizinische Behandlung erfolgen.

Wo entwickeln sich zumeist Petechien?

Im Großen und Ganzen treten Petechien zunächst in den Bereichen der Unterschenkel sowie Fußknöchel in Erscheinung. Zwar haben sie mit der Leber nichts zu tun, dennoch existieren kleine rote Erscheinungen auf der Haut bei Patienten mit Leberzirrhose. Dabei handelt es sich um sogenannte Gefäßspinnen. In deren Mitte befindet sich ein roter Punkt, der Ähnlichkeiten mit einer Petechie aufweist. Derartige Gefäßspinnen lassen sich hauptsächlich im Gesichts- und Brustbereich finden.

Im Bereich der Gerichtsmedizin nehmen Petechien eine bedeutsame Rolle ein. Befinden sich im Kopfbereich – beispielsweise an der Mundschleimhaut oder auch den inneren Augenlidern – Petechien, so kann dies auf einen Tod durch Strangulation hindeuten.

Behandlung von Petechien

Um Petechien zu behandeln, muss erst einmal geklärt werden, was die Ursachen hiervon sind. Hierfür ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, denn nur dieser kann eine richtige Diagnose stellen und anschließend die richtigen Tipps für eine Behandlung geben.

Umso mehr Informationen der Arzt von Ihnen erhält, umso besser kann dieser Ihnen helfen. Informationen sind z.B.:

  • eingenommene Medikamente
  • sportliche Aktivitäten
  • Ernährung
  • zurückliegende Erkrankungen

Bei einer Blutuntersuchung beim Arzt kann z.B. eine schwerwiegende Erkrankung wie z.B. Blutvergiftung, Leukämie oder Meningitis ausgeschlossen werden.

Bitte machen Sie nicht den Fehler und denken „Petechien verschwinden von alleine“. Da die Ursachen von Petechien schwere Krankheiten sein können, ist ein Gang zum Arzt unumgänglich!

Behandlung bei Sport

Sollten Petechien vermehrt nach dem Sport auftreten, dann kann ein Vitamin-K Mangel der Grund sein. Dieses Vitamin ist wichtig für den Blutgerinnungsprozess und hat großen Einfluss auf die Entstehung der roten Punkte.

Vitamin K
Vitamin K* hilft z.B. bei einer Störung der Haut. Wenn Sie Vitamin K nicht in einer ausreichenden Dosis über die Ernährung zunehmen können, empfiehlt es sich, entsprechende Präparate zu sich zu nehmen.

Natürliche Vitamin K Quellen:

  • Grünkohl (817 μg)
  • Portulak (381 μg)
  • Schnittlauch (380 μg)

Weitere Vitamin K Quellen: Spinat (305 μg), Traubenkernöl (280 μg), Kichererbsen (264 μg), Brunnenkresse (250 μg), Rosenkohl (236 μg), Fenchel (240 μg), Sojamehl (200 μg), Mungbohnen (170 μg), Broccoli (155 μg), Rapsöl (150 μg), Sojaöl (138 μg), Weizenkeime (131 μg) und Linsen (123 μg).

Wenn Sie dauerhaft ausreichend Vitamin K zu sich nehmen, kann dies zu einer Verbesserung des Krankheitsbildes führen.

Behandlung bei falschen Medikamenten

Eine weitere Möglichkeit ist die Einnahme von Medikamenten, die Petechien verstärken können. Zum Beispiel können Gerinnungshemmer wie Warfarin oder Heparin Petechien auslösen.

Suchen Sie bei sich nach Medikamenten, die Petechien auslösen. Wenn Sie denken, ein solches gefunden zu haben, kontaktieren Sie Ihren Arzt. Dieser kann beurteilen, ob das Medikament unbedenklich ist oder ob Sie lieber darauf verzichten sollten.

Behandlung bei Infektionskrankheiten

Einige Infektionskrankheiten können Petechien verursachen. Um dies abzuklären, ist ein Arzt-Besuch erforderlich.

Vitamin C Mangel

Zu einer gesunden Ernährung zählt auch eine ausreichende Aufnahme von Vitamin C*. Ein Vitamin C Mangel kann Petechien ebenfalls begünstigen.

Lebensmittel mit einem hohen Vitamin C Gehalt sind z.B. Buschpflaume, Acerolakirsche, Hagebutte 1250 mg, Guave, Sanddornbeere, Schwarze Johannisbeere, Petersilie, Grünkohl sowie in Milch und Rinds- und Kalbsleber.

Idiopathische thrombozytopenische Purpura

Bei dieser Krankheit gibt es Probleme mit der Blutgerinnung. Sie zerstört Blutplättchen, die sich normalerweise in Ihrem Blut befinden. Diese Krankheit kann zu Petechien führen.

Behandlung bei schweren Erkrankungen

Im schlimmsten Fall ist der Auslöser Blutkrebs (Leukämie). Aber auch Vaskulitis – eine Autoimmunerkrankung – sowie Meningitis sind mögliche Ursachen für Petechien. Bei der Vaskulitis handelt es sich um eine Entzündung der Adern, wohingegen die Meningitis eine Hirnhautentzündung ist.
Bitte setzen Sie sich in diesen Fällen mit Ihrem Arzt zusammen!

Behandlung mit Vitamin K

vitamin k gegen petechien

Ein Grund von Petechien kann auch ein Vitamin C oder Vitamin K Mangel sein. Vitamin K ist für die Haut und die Gerinnung zuständig.

Unsere Empfehlung: Life Extension, Super K mit weiterentwickeltem K2-Komplex*

Behandlung mit Schüssler-Salze

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Schüssler-Salze werden eine heilende Wirkung zugesprochen. Sie werden über einen längeren Zeitraum eingesetzt und sollen Petechien vermindern.

Unsere Empfehlung: Schuessler Salz Nr. 3 – Ferrum phosphoricum D12*

Kalte Kompresse

Sollten Petechien auf Grund von einem Unfall, zu starker Belastung oder einem Trauma verursacht werden, können Sie mit Hilfe einer kalten Kompresse die Symptome lindern.

Die Kälte kann die Entzündung lindern und zukünftige Petechien reduzieren.

Nehmen Sie einen Eisbeutel und wickeln Sie ein Handtuch darum. Drücken Sie nun diesen für 15 bis 20 Minuten gegen den Bereich mit den Petechien.

Ebenfalls können Sie auch einen Waschlappen unter kaltes Wasser halten und somit die betroffene Stelle kühlen.

Petechien bei Kinder

Oral Petechien
By Mdscottis (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Petechien machen sich als kleine rote Flecke auf der Haut oder Schleimhaut bemerkbar. Treten Petechien beim Kind auf, handelt es sich hierbei um ein sehr ernstzunehmendes Symptom.

Einerseits können Petechien beim Kind harmlos sein. Andererseits können ihnen jedoch auch das Leben bedrohende Erkrankungen, beispielsweise eine Sepsis, zugrunde liegen. Aus diesem Grund sollten immer Untersuchungen der Blutbestandteile durchgeführt werden. Neben der Untersuchung von Leukozyten und Thrombozyten machen sich ferner Untersuchungen der Blutgerinnung erforderlich.

Hierbei handelt es sich um Veränderung im Blut. Deshalb besteht immer die Möglichkeit, dass Petechien beim Kind auch Anzeichen schwerer Erkrankungen sein können. Zu diesen zählen

  • Blutvergiftungen
  • Leukämie
  • Meningitis.

Machen sich bei Kindern Petechien in Kombination mit einem vermehrten Auftreten blauer Flecken bemerkbar, die zudem an eine Leistungsminderung und stetiger Müdigkeit gekoppelt sind, können dies ernste Hinweise auf eine vorhandene Leukämie sein. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, umgehend einen Kinderarzt zu konsultieren.

Treten beim Kind nach einem abgeklungenen grippalen Infekt oder einer überstandenen Kinderkrankheit nochmals Fieberschübe, kombiniert mit Schwellungen an den Gliedmaßen auf, sollte stets an Purpura Schönlein-Henoch gedacht werden. Bei dieser Krankheit handelt es sich um punktförmige Hauteinblutungen. Diese ähneln im Aussehen Blutbläschen.

Was genau ist Purpura Schönlein-Henoch?

Bei Purpura Schönlein-Henoch kommt es zur Ablagerung von Antikörpern in den Gefäßwänden. Hier lösen sie innerhalb der kleinen Blutgefäße der Haut entzündliche Reaktionen aus. Leidet das betroffene Kind unter derartigen Symptomen, sollte unbedingt ein Kinderarzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen ist eine Behandlung mittels Medikamenten erforderlich.

Ausgelöst wird diese entzündliche Erkrankung vom Immunsystem. Erste Anzeichen von Purpura Schönlein-Henoch machen sich in Form von Schmerzen und leichtem Fieber bemerkbar. Im weiteren Verlauf der Erkrankung verringert sich die Stabilität der kleinen sowie mittleren Gefäße. Das Blut dringt unbehindert in die darüberliegenden Hautschichten ein. Es werden die punktförmigen Hautblutungen sichtbar. Diese sind auch unter der Bezeichnung Petechien bekannt.

Ferner gesellen sich Schwellungen am Hand- und Fußrücken hinzu. Bedingt sind diese durch die eingelagerte Gewebeflüssigkeit an jenen Stellen. Kinder, die hiervon betroffen sind, fallen insbesondere durch Einschränkungen ihrer Bewegungsfähigkeit auf.

In einigen Fällen kann Purpura Schönlein-Henoch sich auch auf den Darm oder die Nieren ausweiten. Dann lassen sich zum überwiegenden Teil Blut im Urin oder blutige Durchfälle nachweisen. Mit einem Verlauf der Krankheit in Schüben ist zu rechnen. Diese erstrecken sich für gewöhnlich über einen Zeitraum von mehreren Wochen. In der Regel sind hiervon Kinder im Schulalter betroffen. Babys und Jugendliche eher selten.

Welche Ursachen liegen einer Erkrankung zugrunde?

Petechien bei Kindern sind oftmals die Folge von vorangegangenen Krankheiten wie beispielsweise

  • Masern
  • Röteln
  • Windpocken

Sie können noch drei Wochen nach einer Infektion auftreten. Eine Medikamenteneinnahme ist selten die Ursache für diese Reaktion des Immunsystems. In wenigen Fällen kann sogar keine Ursache für die Erkrankung festgestellt werden. Als Auslöser für die allergische Reaktion der jungen Patienten zeichnen sich vermutlich plötzlich auftretende Entzündungsreaktionen verantwortlich.

Weitere mögliche Ursachen der Entwicklung von Petechien bei Kindern

Aplastische Anämie

Schwere Blutkrankheit, bei der das Knochenmark zu wenig neue Blutzellen bildet.

Angeborene Syphilis

Betroffene Kinder bekommen die Krankheit während der Schwangerschaft vererbt. Das Kind kommt bereits mit Syphilis und Petechien zur Welt.

Dengue Fieber

Hierbei handelt es sich um eine akute Viruserkrankung. Neben Petechien bei Kindern gesellt sich extrem hohes Fieber hinzu. Ursache der Krankheit ist der sogenannte Flavivirus, übertragen durch Stechmücken.

Erworbene thrombotische oder thrombozytopenische Purpura

Dies ist eine relativ seltene Blutkrankheit, bei der sich in den Blutgefäßen kleine Blutgerinnsel bilden. Daraus resultierend vermindert sich die Anzahl der Thrombozyten und bei Kindern entstehen Petechien.

Hämolytisch urämisches Syndrom

Ein sehr seltener, jedoch extrem krankhafter Zustand des Organismus. Es treten eine Blutarmut sowie akute Niereninsuffizienz auf. Ursachen für die Infektion können eine schwere Infektion im Bereich der oberen Atemwege oder auch infektiöse Durchfälle sein.

Leukämie

Anzahl der weißen Blutkörperchen stimmt beim Blutzellenkrebs nicht mehr.

Meningokokkämie

Recht selten auftretende, jedoch schwere Infektionskrankheit bei Kindern. Die Petechien treten beim Kind in der Hauptsache im Bereich der Ohren und Augen auf. Als Auslöser für diese Krankheit kommt eine Infektion im Bereich der oberen Atemwege in Frage. Ergänzend zu den Petechien gesellen sich nicht selten Augen- und Ohrenschmerzen sowie hohes Fieber hinzu.

Sepsis

Dabei befinden sich krankhafte Mikroorganismen im Blut. Das Auftreten der Petechien geschieht sehr schnell und großflächig.

Thrombozytopenie

Bei dieser Erkrankung sind zu wenig Blutplättchen im kindlichen Blut vorhanden. Zu den Anzeichen für die Krankheiten zählen auch Petechien.

Vaskulitis

Beim Kind liegt eine schwere Entzündung im Bereich der Blut- oder Lymphgefäße vor.

Verschiedene Stoffwechsel-Störungen

Hierbei handelt es sich um krankhaft bedingte Veränderungen im menschlichen Stoffwechselsystem.

Zerebrale Malaria

Dabei ist das Großhirn einer schweren Infektion unterlegen. Ursache dieser Erkrankung sind Einzeller.

Sowie Eltern bei ihrem Kind das Auftreten von Petechien bemerken, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Petechien bei Babys

Petechien beim Baby – Frischgebackene Eltern beobachten ihren Nachwuchs meist mit Argusaugen und nehmen jede kleine Veränderung wahr. Während manche Erscheinungen ganz normal sind – Milchschorf oder Neugeborenen-Akne zum Beispiel – sorgen manche Symptome für große Besorgnis. Dazu gehören auch kleine, stecknadelkopfgroße Einblutungen in der Haut, sogenannte Petechien. Petechien beim Baby sind gar nicht so selten und sollten unbedingt abgeklärt werden.

Was sind petechiale Blutungen (Petechien) genau?

Erkennbar sind sie durch kleine, rote Punkte, die auch nicht verschwinden, wenn man auf die Haut Druck ausübt. Sie sind das Ergebnis von punktuellen Blutungen aus den Kapillaren und können nicht nur die Haut, sondern auch Schleimhäute sowie innere Organe betreffen. Petechien beim Baby sind keine Krankheit, sondern lediglich das Symptom einer gestörten Blutstillung, das durch viele Erkrankungen hervorgerufen werden kann. Besonders häufig treten Petechien bei Babys und Kleinkindern auf.

Wie erkenne ich Petechien beim Baby?

Sie sind eindeutig auszumachen, eine Ansammlung von kleinen, roten Punkten, die vor allem an den unteren Extremitäten auftreten. Aber auch die Schleimhäute – also Lippen und die gesamte Mundhöhle – sowie innere Organe können betroffen sein. Dann werden sie meist nicht oder erst sehr spät bemerkt. Sie jucken nicht und verursachen auch sonst keine Beschwerden.

Was verursacht Petechien?

Petechien beim Baby sind keine eigenständige Krankheit, sondern lediglich ein Symptom, das auf verschiedene Krankheiten zurückzuführen ist. Diese müssen nicht gravierend sein, können aber schwerwiegend sein. Daher müssen sie IMMER abgeklärt werden. Folgende Krankheiten können Petechien beim Baby auslösen:

Thrombozytopenie
Im eigenen Blut ist eine zu geringe Anzahl an Blutplättchen, weswegen die Blutgefäße nicht mehr ausreichend abgedichtet werden. Minimale Mengen Blut treten an verschiedenen Stellen aus.

Vaskulitis
Eine Entzündung der kleinen Blutgefäße, die oft durch einen Vitaminmangel verursacht wird, kann ebenfalls dafür sorgen, dass die Blutgefäße durchlässig werden.
Schwere Anstrengungen: Auch Belastungen oder Anstrengungen des Körpers können für einen punktuellen Blutaustritt sorgen. Besonders, wenn Babys und Kleinkinder sehr husten oder sich erbrechen müssen, kann der hohe Druck, welcher im Gesicht und um die Augen entsteht, zu Petechien führen. In diesem Fall sind sie harmlos und klingen mit einem geeigneten Medikament von Ihrem Arzt schnell wieder ab.

Purpura Schönlein-Henoch
Hierbei handelt es sich um eine typische Erkrankung im Kindesalter. Sie tritt entweder nach oder noch während einer Grippeinfektion auf, da sich Antikörper in den Wänden der kleinen Blutgefäße ablagern und dort entzündliche Reaktionen auslösen. Auch hier schafft der Arzt mit einem entsprechenden Präparat Abhilfe.

Schwere Erkrankungen
Neben den bereits aufgezählten, harmloseren Fällen können Petechien beim Baby leider auch ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung wie Leukämie oder Meningitis sein. Trotzdem sollten Sie nicht in Panik verfallen, sondern Ihr Kind beim Arzt vorstellen, der die Diagnose mit einer Blutuntersuchung schnell abklären kann.

Behandlungsmöglichkeiten von Petechien beim Baby

Die Behandlung hängt in erster Linie von der Ursache ab, welche die Petechien ausgelöst hat. Bei den harmloseren Fällen versprechen alternative Behandlungsmethoden Abhilfe:

  • Gabe von Vitamin K (dieses Vitamin ist von großer Bedeutung für die Blutgerinnung)
  • Schüssler-Salze (für Dauergabe geeignet – können die Entstehung von Petechien beim Baby verhindern)

Darüber hinaus stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die Ihnen Ihr Arzt verschreiben muss. Auch eine Lasertherapie verspricht gute Erfolge, um die roten Pünktchen schnell wieder loszuwerden. Bei gravierenden Erkrankungen wird ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Nochmals der Hinweis von uns: Bitte gehen Sie zum Arzt, wenn Sie bei Ihnen rote Punkte auf der Haut entdecken!

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